Fotoausstellung „hier & morgen – Visionen für das Leben auf dem Land“ – Eröffnung am 30. August in der Kreisverwaltung

„hier & morgen – Visionen für das Leben auf dem Land“ heißt

eine Ausstellung der Hamburger Fotografin Valérie Wagner, die am Donnerstag, 30. August, um 17 Uhr im Foyer des Kreistagsitzungsgebäudes in Bad Segeberg eröffnet wird.

Das Fotoprojekt ist als Auftragsarbeit der Diakonie Schleswig-Holstein im Rahmen der Studie „Zukunft der Altenhilfe in Schleswig-Holstein 2033-2045“ (kurz: ZASH 2045) im Jahr 2017 entstanden. Die Protagonisten leben in den beteiligten Modellregionen, also im Kreis Segeberg und im Kreis Nordfriesland.

Hintergrund der Studie der Diakonie waren der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel im ländlichen Bereich. Wissenschaftlich begleitet wurde sie vom ISÖ, dem Institut für Sozialökologie aus Siegburg.

Im Mittelpunkt des Fotoprojekts stehen Visionen für das Leben auf dem Land: Valérie Wagner hat zehn Menschen mittleren Alters portraitiert, die auf dem Land leben und alt werden wollen. Es geht um deren Visionen, Träume und Wünsche angesichts zunehmend schwieriger Lebensbedingungen in einer strukturschwachen Region. Der Fotografin war es ein Anliegen, Motive zu finden, die über das Heute – also über die bekannte Realität – hinausweisen. Gemeinsam mit ihren Protagonisten richtete sie den Blick daher nach vorne in die unbekannte Zukunft.

Wagner fotografierte die 47 bis 61 Jahre alten Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer mit Blick zum Horizont an deren jeweiligem Lieblingsort. „Vor den Augen der Portraitierten und der Betrachter tut sich ein weiter, offener Raum auf. Der Blick geht ins Licht“, sagt die Fotografin. Mit Mehrfachbelichtungen hat sie die untrennbare Verbindung zwischen Mensch und Land visualisiert und spürbar gemacht. „Die Verwurzelung des Menschen in seiner Umgebung ist der Ausgangspunkt, um sich vor Ort für eine lebenswerte Zukunft zu engagieren.“

Ergänzend hat Valérie Wagner Interviews mit den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern geführt und Fragen zu deren Hoffnungen und Wünschen für die Zukunft gestellt. Die Antworten sind – zusammen mit den Bildern – in der Ausstellung sowie in einer Katalogbroschüre festgehalten, die zur Ausstellung erschienen ist.

Eröffnet wird die Ausstellung von Landespastor und Vorstandssprecher der Diakonie, Heiko Naß, gemeinsam mit der Leiterin des Fachbereichs „Soziales, Jugend, Bildung, Gesundheit“, Karin Löhmann. Fotografin Valérie Wagner wird im Anschluss das Konzept und die Vorgehensweise bei der Umsetzung des Fotoprojektes vorstellen.

Die Ausstellung „hier & morgen“ läuft vom 30. August bis zum 14. September und ist während der allgemeinen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zugänglich: montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr.

Über das Projekt „Zukunft der Altenhilfe in Schleswig-Holstein 2030-2045“ sowie die Ergebnisse der Studie wird es in der anschließenden Sitzung des Sozialausschusses am 30. August ab 18 Uhr weitere Informationen geben.

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Informationsveranstaltung zum Thema „Häusliche Gewalt gegen geflüchtete Frauen“

Eine Informationsveranstaltung mit dem Titel „Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit häuslicher Gewalt gegen geflüchtete Frauen“ findet am Mittwoch, 12. September, von 17 bis 18.30 Uhr in der Kreisverwaltung in Bad Segeberg, Hamburger Straße 30, Haus A, Raum 149 statt.

Gewalt in ihren Herkunftsländern sowie auf der Flucht kennzeichnet den Weg vieler Frauen und Mädchen. Aber auch in Deutschland sind sie oftmals vor sexueller und häuslicher Gewalt nicht sicher. Nicht selten begegnet dieses Thema auch ehrenamtlich Helfenden im Umgang mit geflüchteten Frauen. Die Informationsveranstaltung soll Einblicke in Strukturen häuslicher Gewalt geben und Wege aufzeigen, angemessene Unterstützung zu leisten. Als Referentin ist Barbara Eibelshäuser vom Verein „Frauenzimmer“ in Bad Segeberg zu Gast.

Eine verbindliche Anmeldung ist möglich bis Freitag, 7. September, per E-Mail an soziales.godt@segeberg.de oder telefonisch unter 04551 951-871.

Das Angebot ist für die Teilnehmenden kostenfrei und wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

350 Schüler bei 4. Jugendgesundheitstagen im Kreis dabei

Was macht Säure in Cola und Co. mit meinen Zähnen? Habe ich alle notwendigen Impfungen? Wie schütze ich meine Daten in sozialen Netzwerken und was genau ist Thai-Bo? Auf diese und zahlreiche weitere Fragen haben rund 350 Schüler von sechs Schulen jetzt Antworten bekommen. Denn bei den 4. Jugendgesundheitstagen im Kreishaus in Bad Segeberg bzw. im Bürgerhaus in Henstedt-Ulzburg drehte sich für die siebten Jahrgangsstufen alles rund um Themen wie Sucht, Bewegung, Ernährung, Zahngesundheit, Impfschutz und seelische Gesundheit.

Jede Klasse wurde von zwei Scouts – Oberstufenschüler der Dahlmannschule aus Bad Segeberg bzw. der Olzeborchschule aus Henstedt-Ulzburg – in Empfang genommen. Dann ging es los zum Gesundheitsparcours, bei dem sich die Jugendlichen jeweils 25 Minuten lang an verschiedenen Stationen mit gesundheitlichen Themen befassten. Hier war Aufpassen angesagt, denn wer am Ende alle Fragen eines Quiz‘ richtig beantwortet hatte, konnte 50 Euro für die Klassenkasse gewinnen.

Organisiert wurden die Gesundheitstage vom Gesundheitsamt des Kreises Segeberg in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Gesundheitsakteuren. Dazu gehören die „Ambulante und Teilstationäre Suchthilfe“ (ATS), die AOK Nordwest, das ZIMT Nord (Zentrum für interdisziplinäre modulare Trainingsprogramme), die Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege im Kreis Segeberg, der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreises, die Polizei Segeberg/Pinneberg sowie der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Kreises. Weitere Schüler der Dahlmann-Schule sowie der Olzeborchschule sorgten an beiden Tagen für ein buntes und gesundes Buffet zum Abschluss.

„Wir freuen uns, dass wieder so viele Schüler mitgemacht haben“, sagt Gesamtleiterin Dr. Sylvia Hakimpour-Zern vom Kreis Segeberg. „Unsere in diesem Jahr neu in den Gesundheitsparcours aufgenommenen Stationen Thai-Bo und die Informationen der Polizei zum Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken waren eine wertvolle Bereicherung.“

„Uns ist es gelungen, ein vielfältiges Programm zu gesundheitlich relevanten Themen zusammenzustellen“, ergänzt Kreis-Gesundheitsplanerin Dr. Anna Walther. Viele Stationen luden zum Ausprobieren und aktiven Mitmachen ein. „Das waren für alle Beteiligten zwei abwechslungsreiche Vormittage im Zeichen der Gesundheit.“

Rettungsdienst: Kreis Segeberg begrüßt klare Verhältnisse ab 2019

In den vergangenen Wochen haben der Kreis Segeberg und das Deutsche Rote Kreuz/Kreisverband Segeberg e. V. (DRK) intensiv darüber gesprochen, die vom DRK und der Kreis Segeberg Rettungsdienstgesellschaft gGmbH wahrgenommene Durchführung des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg zum Ende des Jahres 2018 beenden zu wollen. Auf dieses Ziel haben sich der Kreis und das DRK während eines Treffen am 9. Mai im Kreishaus grundsätzlich verständigt. Mit der jetzt erfolgten Kündigung der Rettungsdienstdurchführungsverträge hat das DRK die erforderlichen Erklärungen beigebracht.

Der Kreis Segeberg begrüßt es demnach, dass mit der Pressemitteilung des DRK vom 21. Juni 2018 klare Verhältnisse für die Zukunft des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg geschaffen werden. Der Kreis sieht jedoch in seinem Verhalten keine Pflichtverletzung aus den mit dem DRK bestehenden Verträgen. „Wir befinden uns in Einklang mit dem geltenden Recht“, sagt Landrat Jan Peter Schröder.

Ein Übergang der Durchführung des Rettungsdienstes an die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH zum 1. Januar 2019 ist nicht nur erklärte Absicht des Kreises, sondern auch leistbar. „Damit werden die Rettungsdienste vom Kreis Segeberg weiterhin so ausgestattet, dass sich jeder Bürger auf einen funktionierenden Rettungsdienst verlassen kann“, garantiert Landrat Jan Peter Schröder.

„Da eine einvernehmliche Lösung mit dem DRK bedauerlicherweise nicht zu erreichen war, hat der Kreis alle Vorkehrungen getroffen, um die Sicherstellung des Rettungsdienstes 2019 zu garantieren“, so Landrat Jan Peter Schröder. Hierzu gehöre auch der direkte Zugriff auf die vermieteten Rettungswachen des Kreises, um diese dem künftigen Durchführer zur Verfügung stellen zu können.

„Wesentlich für die Sicherstellung des Rettungsdienstes sind jedoch die Mitarbeiter. Ein Überleitungstarifvertrag garantiert deren Übernahme. Jeder Beschäftigte des DRK erhält einen Arbeitsvertrag bei der RKiSH“, versichert der Landrat. Der Kreis Segeberg danke den Rettungsdienstmitarbeitern für das gezeigte große Engagement und freue sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Derzeit steht die Übernahme der Rettungsmittel des DRK an. Hierzu hat der Kreis dem Roten Kreuz ein Angebot unterbreitet. Die Weichen für die Zukunft des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg sind somit gestellt. Daneben wird derzeit ein Gutachten erstellt, das die Wirtschaftlichkeit des Rettungsdienstes in der Vergangenheit überprüfen soll. DRK und KBA haben sich bereiterklärt, daran mitzuwirken. Das Ergebnis dieses Gutachtens liegt derzeit noch nicht vor.

Geschäftsführerin Maike Moser verlässt Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS)

Die bisherige Geschäftsführerin der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS), Maike Moser, wird ihre Tätigkeit auf eigenen Wunsch in diesem Sommer beenden und in ihr ursprüngliches Betätigungsfeld als Wirtschaftsjuristin zurückkehren. Sie hat die WKS während ihrer über zweijährigen Tätigkeit erfolgreich neu ausgerichtet und finanziell gefestigt. „Mir haben die vielen spannenden Aufgaben viel Freude bereitet. Nach diesem umfangreichen Arbeitsprogramm befindet sich die WKS jetzt in ruhigem Fahrwasser und kann sich unter neuer Leitung langfristig strategisch neu aufstellen. Für mich bedeutet dies einen Aufbruch zu neuen Ufern, wieder mit kaufmännisch-juristischem Verantwortungsschwerpunkt“, blickt Maike Moser in ihre berufliche Zukunft, die sie nach Hamburg führen wird. Im November 2013 übernahm Maike Moser zunächst den Aufbau des Kreis-Beteiligungsmanagements; im September 2014 wurde sie von Landrat Jan Peter Schröder zur Geschäftsführerin der Beteiligungsholding des Kreises (KSB GmbH) berufen. Mit Konsolidierung der WKS (damals noch 100-prozentige Tochtergesellschaft der KSB GmbH) in den Jahren 2016/2017 durch Verschmelzung von WKS und KSB waren alle gesetzten Ziele erreicht. „Es war eine sehr intensive Zeit mit vielen interessanten Herausforderungen. Gemeinsam mit meinem hochmotivierten Team, der Verwaltung sowie der Kreispolitik habe ich in den letzten Jahren viele Erfolge erzielt. Jetzt übergebe ich gerne an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin“, sagt Maike Moser. Der Kreistag wird in Kürze über eine mögliche Neuausschreibung der WKS Geschäftsführung entscheiden.

Mit Bedauern nehme ich als Mitglied es Aufsichtsrats der WKS das Ausscheiden von Maike Moser zur Kenntnis. Ich schließe mich dem Landrat an, der gesagt hat: „Mit guten Entscheidungen hat sie die WKS wieder auf Kurs gebracht und es ist schade, dass sie sich nun für einen Wechsel entschieden hat. Für ihre weitere berufliche Karriere wünsche ich Frau Moser alles Gute. Unser Ziel ist es jetzt, die WKS zum Wohle des Kreises, seiner Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln“.