350 Schüler bei 4. Jugendgesundheitstagen im Kreis dabei

Was macht Säure in Cola und Co. mit meinen Zähnen? Habe ich alle notwendigen Impfungen? Wie schütze ich meine Daten in sozialen Netzwerken und was genau ist Thai-Bo? Auf diese und zahlreiche weitere Fragen haben rund 350 Schüler von sechs Schulen jetzt Antworten bekommen. Denn bei den 4. Jugendgesundheitstagen im Kreishaus in Bad Segeberg bzw. im Bürgerhaus in Henstedt-Ulzburg drehte sich für die siebten Jahrgangsstufen alles rund um Themen wie Sucht, Bewegung, Ernährung, Zahngesundheit, Impfschutz und seelische Gesundheit.

Jede Klasse wurde von zwei Scouts – Oberstufenschüler der Dahlmannschule aus Bad Segeberg bzw. der Olzeborchschule aus Henstedt-Ulzburg – in Empfang genommen. Dann ging es los zum Gesundheitsparcours, bei dem sich die Jugendlichen jeweils 25 Minuten lang an verschiedenen Stationen mit gesundheitlichen Themen befassten. Hier war Aufpassen angesagt, denn wer am Ende alle Fragen eines Quiz‘ richtig beantwortet hatte, konnte 50 Euro für die Klassenkasse gewinnen.

Organisiert wurden die Gesundheitstage vom Gesundheitsamt des Kreises Segeberg in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Gesundheitsakteuren. Dazu gehören die „Ambulante und Teilstationäre Suchthilfe“ (ATS), die AOK Nordwest, das ZIMT Nord (Zentrum für interdisziplinäre modulare Trainingsprogramme), die Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege im Kreis Segeberg, der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreises, die Polizei Segeberg/Pinneberg sowie der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Kreises. Weitere Schüler der Dahlmann-Schule sowie der Olzeborchschule sorgten an beiden Tagen für ein buntes und gesundes Buffet zum Abschluss.

„Wir freuen uns, dass wieder so viele Schüler mitgemacht haben“, sagt Gesamtleiterin Dr. Sylvia Hakimpour-Zern vom Kreis Segeberg. „Unsere in diesem Jahr neu in den Gesundheitsparcours aufgenommenen Stationen Thai-Bo und die Informationen der Polizei zum Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken waren eine wertvolle Bereicherung.“

„Uns ist es gelungen, ein vielfältiges Programm zu gesundheitlich relevanten Themen zusammenzustellen“, ergänzt Kreis-Gesundheitsplanerin Dr. Anna Walther. Viele Stationen luden zum Ausprobieren und aktiven Mitmachen ein. „Das waren für alle Beteiligten zwei abwechslungsreiche Vormittage im Zeichen der Gesundheit.“

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Rettungsdienst: Kreis Segeberg begrüßt klare Verhältnisse ab 2019

In den vergangenen Wochen haben der Kreis Segeberg und das Deutsche Rote Kreuz/Kreisverband Segeberg e. V. (DRK) intensiv darüber gesprochen, die vom DRK und der Kreis Segeberg Rettungsdienstgesellschaft gGmbH wahrgenommene Durchführung des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg zum Ende des Jahres 2018 beenden zu wollen. Auf dieses Ziel haben sich der Kreis und das DRK während eines Treffen am 9. Mai im Kreishaus grundsätzlich verständigt. Mit der jetzt erfolgten Kündigung der Rettungsdienstdurchführungsverträge hat das DRK die erforderlichen Erklärungen beigebracht.

Der Kreis Segeberg begrüßt es demnach, dass mit der Pressemitteilung des DRK vom 21. Juni 2018 klare Verhältnisse für die Zukunft des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg geschaffen werden. Der Kreis sieht jedoch in seinem Verhalten keine Pflichtverletzung aus den mit dem DRK bestehenden Verträgen. „Wir befinden uns in Einklang mit dem geltenden Recht“, sagt Landrat Jan Peter Schröder.

Ein Übergang der Durchführung des Rettungsdienstes an die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH zum 1. Januar 2019 ist nicht nur erklärte Absicht des Kreises, sondern auch leistbar. „Damit werden die Rettungsdienste vom Kreis Segeberg weiterhin so ausgestattet, dass sich jeder Bürger auf einen funktionierenden Rettungsdienst verlassen kann“, garantiert Landrat Jan Peter Schröder.

„Da eine einvernehmliche Lösung mit dem DRK bedauerlicherweise nicht zu erreichen war, hat der Kreis alle Vorkehrungen getroffen, um die Sicherstellung des Rettungsdienstes 2019 zu garantieren“, so Landrat Jan Peter Schröder. Hierzu gehöre auch der direkte Zugriff auf die vermieteten Rettungswachen des Kreises, um diese dem künftigen Durchführer zur Verfügung stellen zu können.

„Wesentlich für die Sicherstellung des Rettungsdienstes sind jedoch die Mitarbeiter. Ein Überleitungstarifvertrag garantiert deren Übernahme. Jeder Beschäftigte des DRK erhält einen Arbeitsvertrag bei der RKiSH“, versichert der Landrat. Der Kreis Segeberg danke den Rettungsdienstmitarbeitern für das gezeigte große Engagement und freue sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Derzeit steht die Übernahme der Rettungsmittel des DRK an. Hierzu hat der Kreis dem Roten Kreuz ein Angebot unterbreitet. Die Weichen für die Zukunft des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg sind somit gestellt. Daneben wird derzeit ein Gutachten erstellt, das die Wirtschaftlichkeit des Rettungsdienstes in der Vergangenheit überprüfen soll. DRK und KBA haben sich bereiterklärt, daran mitzuwirken. Das Ergebnis dieses Gutachtens liegt derzeit noch nicht vor.

Geschäftsführerin Maike Moser verlässt Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS)

Die bisherige Geschäftsführerin der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS), Maike Moser, wird ihre Tätigkeit auf eigenen Wunsch in diesem Sommer beenden und in ihr ursprüngliches Betätigungsfeld als Wirtschaftsjuristin zurückkehren. Sie hat die WKS während ihrer über zweijährigen Tätigkeit erfolgreich neu ausgerichtet und finanziell gefestigt. „Mir haben die vielen spannenden Aufgaben viel Freude bereitet. Nach diesem umfangreichen Arbeitsprogramm befindet sich die WKS jetzt in ruhigem Fahrwasser und kann sich unter neuer Leitung langfristig strategisch neu aufstellen. Für mich bedeutet dies einen Aufbruch zu neuen Ufern, wieder mit kaufmännisch-juristischem Verantwortungsschwerpunkt“, blickt Maike Moser in ihre berufliche Zukunft, die sie nach Hamburg führen wird. Im November 2013 übernahm Maike Moser zunächst den Aufbau des Kreis-Beteiligungsmanagements; im September 2014 wurde sie von Landrat Jan Peter Schröder zur Geschäftsführerin der Beteiligungsholding des Kreises (KSB GmbH) berufen. Mit Konsolidierung der WKS (damals noch 100-prozentige Tochtergesellschaft der KSB GmbH) in den Jahren 2016/2017 durch Verschmelzung von WKS und KSB waren alle gesetzten Ziele erreicht. „Es war eine sehr intensive Zeit mit vielen interessanten Herausforderungen. Gemeinsam mit meinem hochmotivierten Team, der Verwaltung sowie der Kreispolitik habe ich in den letzten Jahren viele Erfolge erzielt. Jetzt übergebe ich gerne an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin“, sagt Maike Moser. Der Kreistag wird in Kürze über eine mögliche Neuausschreibung der WKS Geschäftsführung entscheiden.

Mit Bedauern nehme ich als Mitglied es Aufsichtsrats der WKS das Ausscheiden von Maike Moser zur Kenntnis. Ich schließe mich dem Landrat an, der gesagt hat: „Mit guten Entscheidungen hat sie die WKS wieder auf Kurs gebracht und es ist schade, dass sie sich nun für einen Wechsel entschieden hat. Für ihre weitere berufliche Karriere wünsche ich Frau Moser alles Gute. Unser Ziel ist es jetzt, die WKS zum Wohle des Kreises, seiner Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln“.

Guter Start in die neue Wahlperiode

Nach der Kommunalwahl hat sich jetzt der Segeberger Kreistag konstituiert. Die SPD-Fraktion ist mit 13 Kommunalpolitikern stellt als zweitstärkste Kraft im Kommunalparlament mit Peter Säker (Norderstedt) den 1. stellvertretenden Kreispräsidenten und mit der Fraktionsvorsitzenden Edda Lessing (Henstedt-Ulzburg) die 2. stellvertretende Landrätin. Hinzu kommen mit Cordula Schultz (Trappenkamp) im Jugendhilfeausschuss und Dr. Christopher Schmidt (Kaltenkirchen) im Sozialausschuss noch zwei Ausschussvorsitzende. „Wir haben trotz eines unbefriedigenden Wahlergebnisses ein starkes Team aus 13 Kreistagsabgeordneten und vielen bürgerlichen Mitglieder in den Ausschüssen. Wir werden uns wieder konstruktiv einbringen, für das Wohl der Bürger und des Kreises agieren und politische Akzente setzen“, betont Edda Lessing. Ein politisches Statement der SPD gab es dann auch gleich im Kreistag bei der Abstimmung über die Ausschuss-Vorsitzenden. „Im Kreistag stellen wir uns natürlich auch der Debatte  mit der AfD. Dies bedeutet jedoch nicht, ein Mitglied der AfD zum Ausschussvorsitzenden wählen zu müssen. Aus unserer Sicht vertritt die AfD Ansichten, die mit demokratischen Werten nicht in Einklang zu bringen sind“, erklärte Edda Lessing das Verhalten der SPD-Fraktion bei der Abstimmung über den AfD-Kandidaten, der für den Bauauschuss-Vorsitz von der rechtspopulistischen Partei nominiert wurde.  Die SPD-Kommunalpolitiker hatten in der Fraktion ausführlich über ihr Abstimmungsverhalten beraten und waren mit großer Mehrheit zum Entschluss gekommen, dass die Alternative für Deutschland (AfD) durch ihre fortwährenden Hetz-Parolen eben keine Alternative für einen neutral zu führenden Ausschussvorsitz ist.

Der SPD-Fraktion gehören neben Edda Lessing, Martin Ahrens, Cordula Schultz und Dr. Christopher Schmidt noch Peter Säker, Rita Marcussen, Alexander Wagner, Ulla Lange, Melanie Klein, Jens Wersig, Manuela Brendel, Diane Brügmann sowie Holger Pohlmann. Zusätzlich gehören der SPD-Fraktion die Ausschussmitglieder (bürgerliche Mitglieder/wählbare Bürger) Michael Kohlmorgen (Bildung-, Kultur- und Sportausschuss), Ursula Schwarz (Sozialausschuss), Uwe Gade und Harald Becker (beide im Ausschuss für Ordnung, Verkehr und Gesundheit), Ralf Demmler (Wirtschaft, Regionalentwicklung und Infrastruktur), Dieter Riemenschneider (Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie im Bauauschuss), Silke Brandt (Umwelt-, Natur- und Klimaschutz) und Lore Würfel (Bauausschuss) an. Weitere stellvertretende Ausschussmitglieder komplettieren das SPD-Fraktionsteam.

Abschlussbericht zum Radverkehr im Kreis Segeberg – So geht’s in der Zukunft weiter

Mehr als ein Jahr haben die Planungen gedauert; jetzt liegt der Schlussbericht zur Fortschreibung des kreisweiten Radverkehrskonzeptes vor.

Dieser wird den politischen Verantwortlichen sowie allen Radverkehrsinteressierten und Bürgern im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am Dienstag, 19. Juni, ab 18 Uhr im Feuerwehrhaus/Gemeindehaus der Gemeinde Klein Gladebrügge (Ohlenborger Redder) vorgestellt. Dabei präsentieren das beauftragte Gutachterteam und die Kreisverwaltung den Schlussbericht und das künftige Radverkehrssystem für den Kreis Segeberg und informieren über die nächsten Schritte.

Das Gutachterteam, bestehend aus dem Ingenieurbüro der Planungsgemeinschaft Verkehr PGV-Alrutz GbR Hannover sowie der Lübecker Urbanus GbR – Ingenieurbüro für Verkehrsplanung, wurde in den vergangenen Monaten von verschiedenen Seiten unterstützt. Es gab Regionalkonferenzen zum Thema, eine Befragung aller Ämter und Kommunen, thematische Fachworkshops sowie Abstimmungen mit der Kreisverwaltung und dem Radverkehrsbeirat. Die Büros nahmen zahlreiche Vorschläge und Anregungen auf und bewerteten diese. „Das große Engagement zeigt, dass Mobilität und Radverkehr auch im Kreis Segeberg wichtige Bausteine der Kreisentwicklung sind“, sagt Julia Maßow, zuständige Projektkoordinatorin beim Kreis.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis Donnerstag, 14. Juni, unter Telefon 04551/ 951-204 oder E-Mail an julia.massow@segeberg.de.