Verbraucherzentrale informiert Ehrenamtliche und Geflüchtete über „Gefahren im Internet“

Zum Thema „Gefahren im Internet“ findet am Donnerstag, 27. September, ein rund zweistündiger Informationsabend für Ehrenamtliche und Helfende in der Flüchtlingsarbeit sowie ausdrücklich auch für Geflüchtete statt. Beginn ist um 18 Uhr in der Kreisverwaltung in Bad Segeberg, Hamburger Straße 30, Raum 149 – „Große Hamburger Straße“ im Haus A. Die Veranstaltung wird ins Arabische übersetzt.

Geflüchtete haben es oft schwer, sich in der Angebotsvielfalt des Internets in Deutschland zurechtzufinden. Eine Falle, in die Internetnutzer leicht tappen, ist beispielsweise die Verletzung von Urheberrechten. Das böse Erwachen folgt, wenn plötzlich eine teure Abmahnungen oder gar Klage ins Haus flattert. Kostenfallen lauern auch bei kostenlosen Apps. Viele dieser Anwendungen finanzieren sich ebenfalls über kostenpflichtige Extras oder sie blenden Werbebanner ein, die beim versehentlichen Öffnen in Abofallen führen können.

Bei der Veranstaltung sensibilisiert Juristin Tanja Ludwig von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein für diese und weitere Risiken. Themen werden neben Handyverträgen unter anderem auch der Umgang mit persönlichen Daten, Verträge im Internet sowie Kostenfallen sein.

Eine verbindliche Anmeldung ist möglich bis Donnerstag, 20. September, per E-Mail an soziales.godt@segeberg.de oder telefonisch unter 04551 951-871. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.

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Kreis sucht weiter nach Pflegefamilien – Info-Veranstaltung am 12. September

Der Kreis Segeberg sucht weiterhin Familien, Paare und Einzelpersonen, die in ihrem Haushalt Pflegekinder vorübergehend, längerfristig oder unbegrenzt aufnehmen möchten und können. Am Mittwoch, 12. September, findet dazu um 16 Uhr eine Informationsveranstaltung des Pflegekinderdienstes in der Kreisverwaltung in Bad Segeberg statt (Hamburger Straße 30, großer Kantinenraum).

Die Informationsveranstaltungen für Pflegepersonen, Pflegeeltern und interessierte Bewerber findet regelmäßig am zweiten Mittwoch eines Monats statt.

Fragen beantworten die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes unter Telefon 04551 951-590 oder 951-589.

Kinderschutzwochen: Vielfältiges Programm für Kinder, Eltern und Fachkräfte

„Kinder brauchen Freiräume“: So lautet das Motto, unter das UNICEF und das deutsches Kinderhilfswerk den Weltkindertag am 20. September gestellt haben und unter dem deshalb auch die diesjährigen Kinderschutzwochen im Kreis Segeberg stehen. Sie finden vom 4. bis 22. September statt. Initiiert von der Fachstelle „Kinderschutz“ des Kreisjugendamtes und von vielen Beteiligten unterstützt, ist zum achten Mal ein buntes Programm entstanden. Die Angebote richten sich sowohl an Kinder als auch an Eltern und Fachkräfte wie Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit.

Den Auftakt der Kinderschutzwochen macht am Samstag, 4. September, um 16 Uhr die Eröffnung der interaktiven Wanderausstellung „Little Pädagogien“ im Familienzentrum Nahe (Mühlenstraße 13) durch Kreistagspräsident Claus Peter Dieck. Auch Bürger sind dazu eingeladen. Die Ausstellung, die bis Mittwoch, 12. September, während der Öffnungszeiten des Familienzentrums zu besichtigen ist, macht Unsichtbares sichtbar, regt zum Nachdenken an und veranschaulicht pädagogische Ideen und Methoden – aufbereitet mit reichlich Satire.

Zum Abschluss der Kinderschutzwochen findet am Samstag, 22. September, von 14 bis 17 Uhr ein großes Kinderfest auf dem Platz vor dem Rathaus in Henstedt-Ulzburg statt. Dort darf nach Herzenslust gespielt, gebastelt, gebaut, gemalt und der Fantasie freien Lauf gelassen werden. Kinder können sich schminken lassen und den Schabernack eines Clowns bestaunen. „Jims Bar“ vom Kreisjugendring wird alkoholfreie Cocktails anbieten und im Indianertipi gibt es etwas zum Essen.

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf Meinungsäußerung, Beteiligung und freie Entfaltung sind in der weltweit gültigen UN-Kinderrechtskonvention garantiert, die Deutschland 1992 ratifiziert hat. So haben Kinder beispielsweise ein Recht darauf, „nein“ zu sagen, ihren Willen frei zu äußern und sich frei zu entfalten. Es ist die Aufgabe aller Erwachsenen, Kinder zu stärken, ihnen Orientierung zu bieten, ihren Willen zu respektieren und sie zu selbstbewussten Menschen zu erziehen.

Fotoausstellung „hier & morgen – Visionen für das Leben auf dem Land“ – Eröffnung am 30. August in der Kreisverwaltung

„hier & morgen – Visionen für das Leben auf dem Land“ heißt

eine Ausstellung der Hamburger Fotografin Valérie Wagner, die am Donnerstag, 30. August, um 17 Uhr im Foyer des Kreistagsitzungsgebäudes in Bad Segeberg eröffnet wird.

Das Fotoprojekt ist als Auftragsarbeit der Diakonie Schleswig-Holstein im Rahmen der Studie „Zukunft der Altenhilfe in Schleswig-Holstein 2033-2045“ (kurz: ZASH 2045) im Jahr 2017 entstanden. Die Protagonisten leben in den beteiligten Modellregionen, also im Kreis Segeberg und im Kreis Nordfriesland.

Hintergrund der Studie der Diakonie waren der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel im ländlichen Bereich. Wissenschaftlich begleitet wurde sie vom ISÖ, dem Institut für Sozialökologie aus Siegburg.

Im Mittelpunkt des Fotoprojekts stehen Visionen für das Leben auf dem Land: Valérie Wagner hat zehn Menschen mittleren Alters portraitiert, die auf dem Land leben und alt werden wollen. Es geht um deren Visionen, Träume und Wünsche angesichts zunehmend schwieriger Lebensbedingungen in einer strukturschwachen Region. Der Fotografin war es ein Anliegen, Motive zu finden, die über das Heute – also über die bekannte Realität – hinausweisen. Gemeinsam mit ihren Protagonisten richtete sie den Blick daher nach vorne in die unbekannte Zukunft.

Wagner fotografierte die 47 bis 61 Jahre alten Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer mit Blick zum Horizont an deren jeweiligem Lieblingsort. „Vor den Augen der Portraitierten und der Betrachter tut sich ein weiter, offener Raum auf. Der Blick geht ins Licht“, sagt die Fotografin. Mit Mehrfachbelichtungen hat sie die untrennbare Verbindung zwischen Mensch und Land visualisiert und spürbar gemacht. „Die Verwurzelung des Menschen in seiner Umgebung ist der Ausgangspunkt, um sich vor Ort für eine lebenswerte Zukunft zu engagieren.“

Ergänzend hat Valérie Wagner Interviews mit den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern geführt und Fragen zu deren Hoffnungen und Wünschen für die Zukunft gestellt. Die Antworten sind – zusammen mit den Bildern – in der Ausstellung sowie in einer Katalogbroschüre festgehalten, die zur Ausstellung erschienen ist.

Eröffnet wird die Ausstellung von Landespastor und Vorstandssprecher der Diakonie, Heiko Naß, gemeinsam mit der Leiterin des Fachbereichs „Soziales, Jugend, Bildung, Gesundheit“, Karin Löhmann. Fotografin Valérie Wagner wird im Anschluss das Konzept und die Vorgehensweise bei der Umsetzung des Fotoprojektes vorstellen.

Die Ausstellung „hier & morgen“ läuft vom 30. August bis zum 14. September und ist während der allgemeinen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zugänglich: montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr.

Über das Projekt „Zukunft der Altenhilfe in Schleswig-Holstein 2030-2045“ sowie die Ergebnisse der Studie wird es in der anschließenden Sitzung des Sozialausschusses am 30. August ab 18 Uhr weitere Informationen geben.

Informationsveranstaltung zum Thema „Häusliche Gewalt gegen geflüchtete Frauen“

Eine Informationsveranstaltung mit dem Titel „Informationen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit häuslicher Gewalt gegen geflüchtete Frauen“ findet am Mittwoch, 12. September, von 17 bis 18.30 Uhr in der Kreisverwaltung in Bad Segeberg, Hamburger Straße 30, Haus A, Raum 149 statt.

Gewalt in ihren Herkunftsländern sowie auf der Flucht kennzeichnet den Weg vieler Frauen und Mädchen. Aber auch in Deutschland sind sie oftmals vor sexueller und häuslicher Gewalt nicht sicher. Nicht selten begegnet dieses Thema auch ehrenamtlich Helfenden im Umgang mit geflüchteten Frauen. Die Informationsveranstaltung soll Einblicke in Strukturen häuslicher Gewalt geben und Wege aufzeigen, angemessene Unterstützung zu leisten. Als Referentin ist Barbara Eibelshäuser vom Verein „Frauenzimmer“ in Bad Segeberg zu Gast.

Eine verbindliche Anmeldung ist möglich bis Freitag, 7. September, per E-Mail an soziales.godt@segeberg.de oder telefonisch unter 04551 951-871.

Das Angebot ist für die Teilnehmenden kostenfrei und wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein gefördert.