Veranstaltungsreihe „Migration in den Kreis Segeberg“ startet am 13. Februar

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Migration in den Kreis Segeberg“ findet am Donnerstag, 13. Februar, der erste Block mit dem Titel „Ankommen“ statt. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr imKreistagssitzungssaal, Hamburger Straße 30 in Bad Segeberg, und endet gegen 20 Uhr. Im Fokus stehen Fluchtursachen, Fluchtwege und Fluchterfahrungen.

Referent ist neben Islamwissenschaftler und Jurist Jens Leutloff auch Mehran Abedi. Er berichtet von seinem Weg nach Segeberg und seinen Erfahrungen am Ankunftsort seiner Migration.

Eine verbindliche Anmeldung ist möglich bis Freitag, 7. Februar, per E-Mail an soziales.heidhoff@segeberg.de oder telefonisch unter 04551 / 951-9871. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 40 begrenzt.

Die weiteren Workshops Block II und III finden an den Montagen 2. und 16. März zu den Themen „Integrationsmanagement“ und „Zukunftsvision – Zukünftiges Zusammenleben organisieren“ statt. Jeder Block kann unabhängig von den anderen besucht werden.

Veranstalter ist das „Freiwilligenmanagement für die Betreuung von Ehrenamtlichen“ der Kreisverwaltung Segeberg, Fachdienst Grundsatz- und Koordinierungsangelegenheiten/Soziales und Integration.

SPD-Kreistagsfraktion für Winfried-Zylka-Straße

Der Forderung von der Bad Segeberger SPD-Stadtvertretung, Straßennamen in Bad Segeberg mit Nazi-Vergangenheit umzubenennen, schließt sich die Kreistagsfraktion vorbehaltlos an.

Unter der SPD-Forderung nach „Umtaufen“ fallen Straßenamen, wie „Waldemar-von Mohl-Straße, Hindenburgstraße, Dr. Helmut-Lemke-Straße oder die aktuelle Initiative der sozialdemokratischen Segeberger Stadtvertreter den Namen für den Gustav-Frenssen-Weg auszutauschen.

„Nazis und deren Unterstützer sollen nicht noch durch Straßenschilder der Nachwelt in Erinnerung bleiben“, stellte Martin Ahrens, Vize-Fraktionschef der SPD-Kreistagsfraktion, klar. Beispielsweise wäre nach Meinung der Sozialdemokraten die Benennung einer Straße nach dem verstorbenen früheren Kreispräsident Winfried Zylka durchaus angebracht. „Für überparteiliches Wirken in seiner Funktion als Kreispräsident im Segeberger Kreistag ist der Christdemokrat ein Beispiel für gelebte Demokratie und wäre eine gute Wahl für einen Straßennamen“, meint Ahrens, der auch Straßennamen außerhalb der Bad Segeberger Stadtgrenzen im Blick für Umtauf-Maßnahmen hat. Es gäbe im Kreis genügend aufrechte und verdiente Demokraten, die für Straßen- und Wegenamen in Frage kämen. Außerdem biete sich damit die Gelegenheit verdiente Persönlichkeiten zu ehren, an die sich die Bürgerinnen und Bürger des Kreises noch erinnern.

Klimaschutz und Klärschlamm: SPDLandtagsabgeordneter Stefan Weber informiert sich beim Kreis

Klimaschutz und Klärschlamm waren zwei Hauptthemen, über die sich der SPD-Landtagsabgeordnete und ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Sievershütten Stefan Weber bei einem Besuch des Fachbereichs „Umwelt, Planen, Bauen“ des Kreises Segeberg informiert hat. Weber ist Abgeordneter für den Wahlkreis Segeberg West sowie stellvertretendes Mitglied im Agrar- und Umweltausschuss des Landes. „Ich möchte Themen für und Anforderungen an das Land mit nach Kiel nehmen“, sagte der Politiker.

Sabrina Guder und Heiko Birnbaum berichteten von ihrer Arbeit bei der Klimaschutzleitstelle des Kreises. Derzeit warten sie auf die Bewilligung von Bundesfördermitteln: Mit dem Geld soll eine Vollzeitstelle finanziert werden, die ein Konzept für den Bereich „Klimaschutz in den eigenen Liegenschaften“ umsetzen soll. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet und wird mit 65 Prozent gefördert. „Die übrige Summe hat die Kreispolitik als Eigenanteil freigegeben. Dafür sind wir sehr dankbar“, so Birnbaum. Stellen wie diese würden sich finanziell sehr schnell selbst tragen, da durch Effizienzmaßnahmen Kosten eingespart würden.

„Wir als Kreis müssen uns natürlich auch an die eigene Nase fassen und uns fragen, an welchen Stellschrauben wir drehen können, um Energie einzusparen“, sagte Birnbaum weiter. Daher habe man die kreiseigenen Gebäude nun ein Jahr lang begutachtet. Der oder die Neue soll sich künftig um die Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen kümmern. Weber lobte diese Vorgehensweise und unterstrich, dass jede öffentliche Einrichtung Vorbildcharakter habe. Birnbaum informierte auch über regelmäßige Klimaschutzaktionen an Schulen, die in Zusammenarbeit mit Pädagogen stattfinden. „Wir schreiben die Schulen an und stellen das Konzept vor.“ Insgesamt hat die Klimaschutzleitstelle auf diese Weise in den vergangenen Jahren bereits 136 Schulklassen an 26 Grund- und Gemeinschaftsschulen im Kreis erreicht. Die finanziellen Mittel für 2019 in Höhe von 8.000 Euro hat die Kreispolitik bereits bewilligt.

Ein weiterer Themenkomplex des Treffens war Klärschlamm. Klärschlamm ist ein Abfallprodukt, das bei der Behandlung von Abwasser in Kläranlagen entsteht. Er setzt sich aus Wasser sowie aus organischen und mineralischen Stoffen zusammen. Klärschlamm stammt in der Regel aus kommunalen Kläranlagen, in denen vor allem Abwasser aus privaten Haushalten und vergleichbaren Einrichtungen gereinigt wird. Wegen seines relativ hohen Stickstoff- und Phosphorgehalts kann er besonders auf landwirtschaftlich genutzten Böden oder bei Maßnahmen des Landschaftsbaus als Dünger eingesetzt werden, „sofern er eine nur geringe Schadstoffbelastung aufweist und die Grenzwerte der Konzentrationen für Schwermetalle eingehalten werden“, erläuterte Carmen Jensen-Schmidt, Leiterin des Fachdienstes „Wasser-Boden-Abfall“.

In Deutschland regeln Klärschlammverordnung und Düngemittelverordnung die Weiterverwendung von Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen. Generell ist er als Dünger nur auf Ackerflächen zulässig – nicht auf Dauergrünland oder Obst- und Gemüseanbauflächen. Weber merkte an, dass er Bauern kenne, die zunehmend zurückhaltender würden, was das Ausbringen von Klärschlamm auf den Feldern angeht. Grund sei eine steigende Zahl an Abnehmern, die Bedenken hätten, auf diese Weise gedüngte Produkte weiterhin zu kaufen. Nicht als Dünger verwertete Klärschlämme werden in thermischen Verfahren (Verbrennung oder Vergasung) eingesetzt. Auf Nachfrage Webers erklärte Jensen-Schmidt, dass der Kreis Segeberg zwar zuständige Behörde für das Anzeigeverfahren für das Aufbringen von Klärschlamm sei und immer mit eingebunden werde in solchen Fällen, selbst aber keine Verbrennungsanlage betreiben könne.

Fortbildung zum Thema „Salafismus und Radikalisierung“

Glaube oder Extremismus? Das ist eine Frage, die zu Unsicherheit bei haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Flüchtlingshilfe im Umgang mit Geflüchteten führen kann. Denn Religiosität und religiös begründeter Extremismus sind manchmal nur schwer voneinander zu unterscheiden. Aber was ist der Unterschied zwischen gelebter Religiosität und extremistischen Ideen? Eine Fortbildung mit dem Titel „Salafismus und Radikalisierung“ findet am Mittwoch, 7. November, von 16.30 bis 21 Uhr in der Jugendakademie in Bad Segeberg (Marienstraße 31) statt.

Der Workshop möchte aufklären und Unsicherheiten im Umgang mit Geflüchteten nehmen. In der Fortbildung geht es darum, das Phänomen Salafismus, seine verschiedenen Ausprägungen und seine scheinbare Attraktivität kennenzulernen. Auch wird die aktuelle Lage in Schleswig-Holstein, aber auch in Deutschland, Gegenstand der Fortbildung sein. In interaktiven Übungen lernen die Teilnehmer, welche Anzeichen bei einer Radikalisierung auftreten können, warum sich junge Menschen radikalisieren und an wen sie sich wenden können, um Hilfe und Unterstützung zu erhalten.

Die Referenten kommen von „PROvention“, der Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in Schleswig-Holstein. Eine verbindliche Anmeldung ist möglich bis Montag, 5. November, per E-Mail an soziales.godt@segeberg.de oder telefonisch unter 04551 951-871. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 begrenzt. Das Angebot ist kostenfrei und wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Informationsveranstaltung zum Thema „Radverkehrskonzept“ am 8. November

Zum Thema „Radverkehrskonzept Kreis Segeberg – Was nun? Was brauchen wir überhaupt für guten Radverkehr?“ findet am Donnerstag, 8. November, von 18 bis 21 Uhr im Kreistagssitzungssaal in Bad Segeberg, Hamburger Straße 30, ein Abend rund um das Thema „Radverkehr“ statt.

Als Referenten sind Professorin Ineke Spapé von der Universität Breda in den Niederlanden und Heiner Monheim, emeritierter Professor der Universität Trier, zu Gast. Beide sind Experten in den Bereichen Infrastrukturplanung sowie Kommunikation zum Thema „Radfahren“.

Eine Anmeldung ist möglich bis Dienstag, 6. November, per E-Mail an julia.massow@segeberg.de oder telefonisch unter 04551 951-204.